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Eine ganz besondere Frucht

19.10.2019

Im Herbst esse ich, wie viele andere wahrscheinlich auch, gerne Gerichte mit Kürbis. Das bekannteste ist wohl die Kürbissuppe, doch man kann noch ganz viele andere leckere Dinge zaubern. Da ich selbst aber keine Fachfrau in Bezug auf diese Frucht bin, habe ich einen Abstecher nach Atting zum Schreyerhof gemacht...

 

Im Jahr 2000 entwickelte sich das Konzept des Hofes an einem Novembertag so quasi aus dem Nichts und entstand als „kleines Baby“. Über die Jahre hinweg wuchs es und wurde immer größer. 2001 wurde der erste Samen in die Erde gesetzt und ein Samenkorn ging um die Welt, da nicht nur Nachbarn aus Atting auf dem Hof einkaufen, sondern auch Urlauber oder Touristen. Gerlinde und ihr Mann betreiben den Hof bereits in der vierten Generation. Da der Gäuboden sich dank seines fruchtbaren Bodens sehr gut für das Anbauen von Früchten eignet, wollte die Familie neben dem „normalen“ Kartoffelanbau auch noch etwas Neues starten und wagte sich an die Kürbisse.

Aktuell wird Herr Schreyer von einem rumänischen Saisonarbeiter bei der Ernte unterstützt. Auf dem Hof befindet sich ein kleines, sehr gemütliches Hofcafé, in dem Frau Schreyer gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen tolle Kuchen kreiert. Dank der Dekoration fühlt man sich bereits beim Eintreten sehr wohl und gut aufgehoben. Dass hier früher die Kühe untergebracht waren, kann man heute noch an den gewölbten Decken erkennen. Ein Holzofens sorgt für eine angenehme Wärme und man kann in tollem Ambiente seinen Kaffee und ein Stück leckeren Kuchen genießen. Aber nicht nur das, sondern donnerstags und samstags wird zudem auch ein Frühstück angeboten, bei dem natürlich auch immer wieder der Kürbis eine wichtige Rolle spielt. Hier ist es aber ratsam, vorher zu reservieren, da dies sehr gefragt ist und die Plätze begrenzt sind. Frau Schreyer sieht es als ihre Lebensaufgabe, die besondere Frucht „Kürbis“ hier in der Gäubodenregion etwas bekannter zu machen und möchte auch den Kunden die Angst davor nehmen, da viele nicht genau wissen, wie man den Kürbis zubereitet, damit er schmeckt. Deshalb wird aktuell auch kein Lieferservice angeboten, da Frau Schreyer den direkten Kontakt auf dem Hof mit den Kunden sehr schätzt und man so auch gut ins Gespräch kommen kann.

Seit dem Jahr 2012 ist Gerlinde nicht mehr nur „normale“ Bäuerin, sondern Erlebnisbäuerin. Das bedeutet für die Kunden, dass auf dem Hof Erlebnistouren angeboten werden, bei denen auch die Verbindung zur Gäubodenstadt Straubing hergestellt ist. Beispielweise kamen Touristen, die die Agnes-Bernauer-Spiele besucht haben auch auf den Hof. Speziell hierfür hat die Bäuerin ein eigenes Salz entwickelt, nämlich das „Agnes&Albrecht Salz“. Wenn man sich für eine solche Tour entscheidet, kann man die Anfrage per Mail senden. Wichtig ist hierbei die Nennung der Zielgruppe und die Jahreszeit, in der die Führung stattfinden soll. Man kann aus dem Angebot auswählen, das auf der Homepage zu finden ist. Im Sommer werden auch Kinderführungen angeboten. Außerdem gibt es natürlich nicht nur die verschiedensten Kürbisse im Hofladen zu kaufen, sondern auch Gewürzmischungen, mit denen die Zubereitung sicher gelingt. Auch eine fertige Kürbissuppe, Kürbischutney und sogar eine Kürbismarmelade kann erstanden werden. Für Geschenke eignen sich die Genusskörbe oder Boxen, die deutschlandweit verschickt werden können. Außerhalb der Öffnungszeiten befindet sich auf dem Hof ein kleines Häuschen, in dem man ebenfalls einkaufen kann. Bezahlen kann man, indem man Geld in die aufgestellte Kasse wirft, ähnlich wie auf einem Blumenfeld zum „selber schneiden“.

Auf dem Schreyerhof wird das Wort Nachhaltigkeit groß geschrieben. Es wird auf Plastiktüten verzichtet und sogar angeboten, dass eine eigene Schüssel oder Box mitgebracht wird, die befüllt werden kann.

Besonders gefallen hat mir bei meinem Besuch die tolle Atmosphäre auf dem Hof. Ich selbst habe mich in dem Café auf Anhieb wohl gefühlt. Im Gespräch mit Frau Schreyer habe ich festgestellt, dass hier auch die einzelnen Bauern aus dem Dorf mit ins Boot geholt werden. Beispielsweise werden die Kräuter von einem Nachbarn bezogen, die Zwiebeln werden aus dem Nachbardorf und die Nudeln und Eier vom Hühnerhof Strauß geliefert. Ich kann Ihnen nur empfehlen, dem Hof einen Besuch abzustatten. Lassen Sie sich von der Kürbisliebe, die Frau Schreyer ausstrahlt, anstecken und testen Sie ein leckeres Kürbisgericht. Viel Spaß beim Kochen!

 

zum Eintrag: Schreyerhof Atting