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Der Straubing-Becher - Ein Stück Heimat „to go“

28.09.2020

》Letzte Woche war ich zufällig im Café Anna, als dort der Straubinger Mehrwegbecher vorgestellt wurde. Dieser weckte sofort mein Interesse und ich wollte unbedingt genauere Informationen darüber erhalten. Aus diesem Grund nahm ich Kontakt zu Benno Litzke auf, von dem die Idee hinter dieser Aktion stammt.《

 

Vor einiger Zeit machte der Inhaber des „Anna liebt Brot und Kaffee“ sich bereits stark für den Recup-Becher. Hierfür war die Resonanz in Straubing leider nicht sehr groß und auch die Beteiligung der einzelnen Gastronomen nicht ausreichend genug, um die entstehenden Kosten zu decken.

Ganz verworfen hat Benno Litzke seine Idee, weniger Pappbecher-Müll zu produzieren, jedoch nie. Als nach dem Lockdown der Kaffeestand wieder öffnen durfte, war Benno erschrocken über die Überfüllung der Mülleimer. Aus diesem Grund wollte er das Ganze nochmals neu aufrollen und fragte bei Thomas von Heintschel-Heinegg, dem Inhaber einer Straubinger Werbeagentur an. Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Straubing wurde mit ins Boot geholt und somit entstand unter dem Motto „Echte Straubinger wählen Mehrweg“ der neue Kaffeebecher.

Falls man sich für einen Studienplatz in der Gäubodenstadt entscheidet, bekommt man einen solchen Becher und einen Straubingscheck mit einem Couponheft an die Hand, damit man sich in Straubing von Anfang an zurechtfindet. Auch als Neubürger bekommt man dieses Geschenk, allerdings ohne den Straubingscheck. Dieses Konzept würde allerdings ohne die Unterstützung des Einwohnermeldeamtes und der Stadt Straubing nicht funktionieren.

Ziel dieses Projekts ist es, in den kommenden drei Jahren an alle Touristen, aber auch an Mitarbeiter in Straubinger Unternehmen diese Becher zu verteilen. Damit das alles aber umsetzbar ist, werden verschiedene Anlaufstellen benötigt, an denen man seinen Becher wieder abgeben kann. Dieses Prinzip funktioniert dann so, dass man seinen Deckel behält und den Becher an einer beliebigen Stelle abgibt. Hier wird der Kaffeebehälter gespült und gereinigt und dann wieder ausgegeben. Man selbst bekommt dann entweder einen frischen Becher oder einen Coin, auf dem der Stadtturm zu sehen ist. Diesen kann man dann aufbewahren und für den nächsten Becher Kaffee verwenden. Wenn man diesen Chip nicht verliert, bezahlt man einmalig 0,50€ und bekommt immer einen frischen Becher.

Um dieses Vorhaben noch mehr in die Öffentlichkeit zu tragen, haben sich Benno und seine Mitstreiter zum Ziel genommen, dass sie auch Informationsstände organisieren, sobald in Straubing Feierlichkeiten auf dem Stadtplatz wieder erlaubt sind. Ihn selbst hat es sehr gefreut, dass sich so viele seiner Idee angeschlossen haben. An diesen Stellen kann man den Becher künftig abgeben oder abholen: Café im Park, ALEX Bistro im Gründerzentrum, Möbelhaus Wanninger, Anna liebt Brot und Kaffee, Naber Metzgeier & Catering, Poldis Eis im Turm, Café Krönner, Cafebar, Sommerkeller, Bowlderhalle und sogar am Kaffeestand. Auch die Straubinger Firma Sennebogen hat sich bereiterklärt, dieses Vorhaben zu unterstützen und bietet künftig für Mitarbeiter ebenfalls dieses Produkt an.

Ein weiteres Ziel des Bechers ist es, nicht nur die Stadt Straubing anzusprechen, sondern die gesamte Region. Deshalb findet man nicht nur den Stadtturm oder das Gäubodenvolksfest auf dem Produkt, sondern auch den Bogenberg oder die Region Sankt Englmar.

Ich persönlich finde dieses Projekt sehr beeindruckend, da der Kaffeebecher sehr schick ist und zugleich ein toller Beitrag für die Umwelt geleistet wird. Steigen doch auch Sie um und trinken Ihren Kaffee künftig nach dem Motto „Ein Stück Heimat to go“. 

zum Eintrag: #strbng