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Aller Anfang ist schwer

16.09.2020

Aller Anfang ist schwer

Ganz nach diesem Motto startete vergangene Woche für die Kinder das neue Schuljahr. Besonders spannend ist es wie jedes Jahr für die Erstklässler, da sie nicht wirklich wissen, was auf sie zukommt.

Anfangs ist die Begeisterung meist noch groß, doch leider geht sie durch Misserfolge auch schnell verloren. Heutzutage lesen Schülerinnen und Schüler nicht gerne und das wirkt sich dann auch auf die schulischen Leistungen aus. Aus diesem Grund habe ich der Stadtbibliothek einen Besuch abgestattet und mich dort umgesehen.

Der „Salzstadel“ hat von Dienstag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, donnerstags bereits ab 9.00 Uhr. Am Samstag kann man sich in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr ein Buch ausleihen. Zudem gibt es im Straubinger Osten auch eine Zweigstelle, die mit einem gültigen Ausweis ebenfalls besucht werden kann. Die Stadtbibliothek engagiert sich sehr im Bereich der Schulen, da sie in jeder Grund- und Mittelschule mit einer Zweigstelle direkt an der jeweiligen Einrichtung vertreten ist. Dadurch ist gewährleistet, dass jedes Kind mindestens einmal im Monat die Bücherei besuchen kann.

Zudem bekommt jedes Kind zum Schulstart einen kostenlosen Ausweis, damit es in jeder Bibliothek in Straubing Bücher ausleihen kann. Für die Eltern kostet der Ausweis 15€ im Jahr und ermäßigt liegt der Preis bei 8€. 

Damit das Kind Freude am Lesen entwickelt, wäre es wichtig, so früh wie möglich den Kontakt zu Büchern herzustellen. Ab dem zweiten Lebensjahr erfreuen sich Kinder am Vorlesen beispielsweise als Gute-Nacht-Geschichte. Wenn dies regelmäßig gemacht wird, verfügt das Kind im Alter von sechs Jahren bereits über 1000 Stunden Begegnung mit Büchern und Texten. Allerdings sollten die Eltern beachten, dass das Vorlesen nicht abrupt beendet wird, sobald der Junge oder das Mädchen selbst lesen kann. Gewinnbringend ist es, weiterhin abwechselnd zusammen Bücher zu lesen. Im Grundschulalter ist es besonders wichtig, dass die Eltern den Kindern vermitteln, dass sie selbst gerne in Büchern schmökern.  

Falls Eltern, Tanten, Onkel oder die Großeltern auf der Suche nach einem perfekten Buchgeschenk sind, wäre der Tipp auf Buchreihen zurückzugreifen, da diese leicht zu lesen sind. Es kommen immer wieder die gleichen Charaktere vor und die Spannung ist trotzdem gegeben. Aber auch Episodengeschichten sind von Vorteil, da hier das Buch nach einer geschafften Etappe weggelegt werden kann. Zudem kann und sollte man sich bei der Auswahl immer an den Interessen des Kindes orientieren. Mit dem richtigen Buch sollte das Lesen dann nicht als Strafe eingesetzt werden, sondern mit Freude 15  Minuten am Tag damit verbracht werden. 

Die Stadtbibliothek bietet außerdem verschiedene Veranstaltungen an, die Sie jederzeit der Homepage entnehmen können. Wenn das eigene Kind Schwierigkeiten beim Lesen hat, kann der „Salzstadel“ jederzeit aufgesucht werden, da dort auch Beratung hierzu angeboten wird. Oft ist es auch hilfreich, einen Lesepaten aus dem Bekanntenkreis zu berufen, da ein Außenstehender das Kind aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Ich habe meinen Aufenthalt in der Straubinger Stadtbibliothek sehr genossen und war beeindruckt von der großen Auswahl an tollen, interessanten Büchern. Außerdem konnte ich dort viele strahlende Kinderaugen beobachten, die sich mit Freude „ihre“ Bücher aussuchten. Kommen Sie doch auch einmal vorbei und ermöglichen Ihrem Kind den Zugang zu ganz vielen Büchern. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen.