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Cafe Steiningers

Das Cafe Steiningers liegt im Herzen von Straubing, und zwar seit Dezember 2003. Das Haus selbst ist allerdings um Einiges älter. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist eines der ältesten Handwerkerhäuser der Stadt. Im Mittelalter war hier eine Bäckerei, ab dem 18. Jahrhundert eine Sattlerei, und im späten 20. Jahrhundert wechselten kleine Läden. Hier wurde „Peppermint Frieden“ mit Peter Fonda und Konstantin Wecker gedreht, und vor allem im Sommer bleiben immer wieder Touristen vor dem Haus stehen und machen Fotos von der Fassade mit ihren malerischen Geranien. Am Nikolaustag 2003 hat hier Conny Steininger ein kleines Cafe eröffnet.

„Das Steini“, sagen die Stammgäste über ihr Lokal. In wenigen Jahren hat es einen einzigartigen Ruf erworben. Es gilt als das vielleicht legerste Lokal in der Stadt. Hierher kommen prominente Straubinger und wenig prominente, Selbständige und Angestellte, Künstler und solche, die es gerne wären, Zeitungsleser und Biertrinker, Alte und Junge, überzeugte Lokalpatrioten und weltläufige Zugereiste von Geiselhöring bis aus Somalia. Hier treffen sich Handwerker und solche, die mit dem Mund werken, das Publikum ist ein Querschnitt durch das Leben der Stadt.

Ursprünglich sollte es ein kleines Lesecafe werden. Die Grundidee lässt sich immer noch ahnen, wenn man die vielen Zeitschriften sieht und vor allem zwei Regale voller Bücher, die im Steini stehen. Aber tatsächlich wird hier weitaus mehr geschwätzt als gelesen, und immer wieder entstehen hier Dinge, über die man in der ganzen Stadt spricht.
Der Schweinsbraten zum Beispiel ist weithin berühmt. Für Insider ein „Muss“ ist der 1. Mai mit dem „alljährlichen, traditionsreichen und vor allem sehr anstrengenden Maibaumaufstellen“, das bereits seit 2006 vielleicht nicht stilecht, aber echt stilvoll gefeiert wird. Dann spielt das Biotrio im Quadrat, eine der besten Musikgruppen in weitem Umkreis, auf auf der Jakobsgasse und ein Schirmherr hält eine stets glänzende Rede. Die Grundidee zu „Schwimm, Agnes, schwimm“, der großen Volksfest- und Bernauer-Persiflage, ist hier entstanden, zu deren Aufführung ums Eck am Pfarrplatz jedes Mal weit über tausend Zuschauer kommen.

Der Keller tief unten stammt aus dem Mittelalter. 2006 wurde er restauriert. Hier gibt es kleine Konzerte und Lesungen, Übertragungen von Eishockey und Fußball, und viele Feste. Die Atmosphäre ist familiär, das Steiningers ist im Grunde ein Gegenentwurf zur Systemgastronomie, und die Wirtin Conny hat nur eine einzige Angst: dass ein Gast ihren Schweinsbraten als „lecker“ bezeichnen könnte. „Lecker“, dieses Wort ist ein No Go, und der Schweinsbraten schmeckt.